REISE
VERSUCH

Herzlich willkommen!

Das Internet ist voll von Reiseblogs und Reiseberichten - braucht es da mit REISEVERSUCH.DE eine weitere solche Seite? Vielleicht nicht. Vielleicht aber ja doch. Wir werden sehen.

Wer schreibt hier?

Mein Name ist Manuel, und das ist wirklich sehr praktisch, denn meine Lieblingsreiseziele liegen überwiegend in Lateinamerika, und dort wird dieser Name überall auf Anhieb verstanden. Nadine hat es da deutlich schwerer. Mitunter stellt sie sich deshalb dort einfach als Blanca vor, und auch wenn häufig nicht geglaubt wird, dass das ihr Name ist, und das ja vollkommen zu Recht, so kann trotzdem niemand abstreiten, dass dieser Name aufgrund der hellen Haut- und Haarfarbe gut zu ihr passen würde.

Wir beide sind nicht nur seit rund zwanzig Jahren ein Paar, sondern beinahe ebenso lange gemeinsam unterwegs auf Ausflügen, Urlauben, Reisen, wann immer es irgendwie geht. Und dabei hat sich die Art und Weise, wie wir reisen, über die Jahre hinweg ziemlich verändert. Und zwar genau umgekehrt, wie das ansonsten oftmals so passiert. Nicht wenige Menschen schwärmen von ihrer monatelangen Rucksackreise, die sie nach ihrem Schulabschluss oder Studium unternommen haben, und gönnen sich in späteren Jahren dann zweiwöchige Pauschalreisen in gehobenen Hotels, wo es hervorragendes Essen, einen guten Service und umfangreiche Wellnessangebote gibt. Oder gute Kinderbetreuung.
Warum auch nicht.

Wir jedenfalls haben damals keine Rucksackreise unternommen. Das machen wir heute.

Wir buchen einen Flug, packen ein paar Klamotten in unseren Rucksack und ziehen los.
Vermutlich ein typisches Reiseblog-Szenarium. Aber auf REISEVERSUCH.DE schreibt kein Mittzwanziger, sondern ein Mittvierziger. Vielleicht ergibt sich daraus ja ein anderer Blickwinkel. Vielleicht.

Was erwartet den Leser hier?

Reiseerzählungen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich empfehle keine Restaurants, ich teste keine Hotelbetten und ich informiere nicht über die besten Busverbindungen. Wer praktische Informationen sucht, der wird hier vermutlich enttäuscht sein.

Obwohl, einige Leser meiner Erzählungen haben mir versichert, dass sie nach der Lektüre eine wirkliche gute Vorstellung von den Orten hatten, die ich besucht habe, und auch von der Art und Weise, wie ich dorthin gekommen bin. Erstaunlich. Denn das war wirklich nicht meine Absicht.

Vielmehr möchte ich unterhalten, Anekdoten erzählen, Dich mitnehmen auf meine Reise. Stelle Dir vor, wir treffen uns in einer Bar, und irgendwann kommt unser Gespräch auf meine letzte Reise. Dann werde ich Dir vermutlich kaum erzählen, wann welche Busse von wo nach wo fahren, aber vielleicht erzähle ich Dir von der einen Busfahrt, als der Sitz vor mir zusammengebrochen ist und nun mein Vordermann zusammen mit seinem Sitz auf mir lag. Und das für eine gute Stunde, denn so lange dauerte die Fahrt. Der Bus war so voll, dass es keine Möglichkeit gab, das Knäul aus Menschen und Sitzen irgendwie zu entwirren, ohne noch weitere Mitreisende darin einzuwickeln. Der Knäul wäre ansonsten noch größer geworden. Also haben wir lieber alles so belassen, wie es sich nun mal ergeben hat, und haben darauf vertraut, dass erfahrungsgemäß jede Busfahrt irgendwann zu Ende geht.

Vielleicht kannst Du Dir nun ein wenig vorstellen, wie ich diese Busfahrt erlebt habe. Das wäre das, was ich mit meiner Erzählung erreichen wollte.
Aber tatsächlich, nehmen wir an, Du wolltest selber dort hin fahren, dann weißt Du nun, dass die Busfahrt eine gute Stunde dauert, dass der technische Zustand der Busse dort nicht der allerbeste ist und dass die Busse ziemlich voll sein können. In den wenigsten Reiseführern findest Du so viele Informationen über diese Busstrecke.

Allerdings: besonders spannend war diese Geschichte nun wahrlich nicht. Und obwohl ich durchaus auch über erlebte Raubüberfälle und überlebte Naturkatastrophen berichten kann, die meisten meiner Erzählungen handeln lediglich vom Reisealltag. Der aber mitunter wirklich erzählenswert sein kann. Vorallem, wenn man mit seiner mitteleuropäisch geeichten Sichtweise an die Dinge herangeht - und dann immer wieder aufs Neue lernen muss, dass alles auch ganz anders sein kann.

Irgendwie verläuft auf unseren Reisen selten etwas nach Plan, und das führt dazu, dass wir mittlerweile zumeist darauf verzichten, überhaupt irgendwelche Pläne zu machen. Und dann sind wir immer wieder völlig verblüfft, in was für eine Situation wir da schon wieder geraten sind.

Warum schreibe ich diese Reiseerzählungen?

„Ihr müsst über eure Erlebnisse unbedingt ein Buch schreiben“, empfiehlt uns eine gute Freundin. Wir sitzen an einem Lagerfeuer in einer neuseeländischen Kleinstadt, in der man nicht viel mehr machen kann, als Erdbeeren zu pflücken und eben an einem Lagerfeuer zu sitzen. Und unterhalten uns übers Reisen. Ein naheliegendes Thema, wenn sich Reisende treffen.

Ein Buch erscheint mir dann doch ein wenig zu hoch gegriffen, aber immerhin schreibe ich tatsächlich seit einiger Zeit meine Reiserlebnisse auf, und zwar in einer Art Reisetagebuch. Elektronisch, denn ein in die Cloud synchronisiertes Tagebuch kann deutlich schwerer abhanden kommen als ein Notizblock, denke ich. Allerdings habe ich keinen Computer dabei sondern nur ein kleines Smartphone. Zugegeben, über die Bildschirmtastatur längere Erzählungen zu schreiben, das ist nicht sehr komfortabel. Aber in einer Hängematte im Schatten liegend, ein kühles Bier in Greifweite, so geht's dann doch recht gut. Und auch während einer zehnstündigen Busfahrt in Südamerika ist das Tagebuchschreiben oftmals eine willkommene Abwechslung zu den Ballerfilmen, die dort auf dem kleinen Röhrenbildschirm gezeigt werden und einem die letzten Gehirnzellen abtöten wollen.

Aber ich schreibe dieses Reisetagebuch nur für mich. Bis ich bei unserer letzten Kolumbienreise auf die Idee gekommen bin, immer wieder ein paar Auszüge daraus in Facebook zu posten, damit Freunde und Familie sich ein Bild darüber machen können, was wir hier gerade so treiben.

Und das Feedback war erstaunlich. Offensichtlich scheinen meine Reiseerzählungen dem einen oder anderen wirklich gut zu gefallen.

Warum also nicht eine kleine Webseite erstellen und dort meine Reiseerzählungen zusammenstellen, peu à peu, so wie ich Zeit und Lust dazu habe? Das ist zwar immer noch kein Buch, aber immerhin.

Und so ist REISEVERSUCH.DE geboren worden. Wenn Dir das Lesen meiner Erzählungen Freude bereitet, dann hat sich der Aufwand gelohnt. Mir macht das Schreiben dieser Erzählungen jedenfalls unerwartet viel Spaß.

Wie finanziert sich REISEVERSUCH.DE?

Gar nicht. Es gibt hier keine Werbung, nicht einmal Schleichwerbung. Zumindest keine beabsichtigte.
REISEVERSUCH.DE ist damit eine Rarität im Internet, oder nicht?

Wenn Dir diese Seite wirklich gefällt und Du die Arbeit, die dahinter steckt, irgendwie honorieren möchtest: Auf eine Einladung zu einem leckeren Getränk in eine Bar irgendwo auf dieser schönen Welt freue ich mich immer.

Warum heißt diese Seite „REISEVERSUCH.DE“?

Vielleicht, weil ja jede Reise irgendwie ein Versuch ist. Der eine versucht, die Welt zu erkunden, der andere versucht, neue Erfahrungen zu sammeln oder persönliche Grenzen zu überwinden, der nächste versucht, schlichtweg eine tolle Zeit zu erleben, was auch immer das für den jeweiligen bedeuten mag, und wieder ein anderer versucht, sich auf einer Reise von seinem Alltag zu erholen, wobei, denke ich, vielleicht sollte derjenige eher versuchen, seinen Alltag so zu verändern, dass er keine Reise braucht, um sich davon zu erholen, aber darüber nachzudenken, das kann man ja auf einer Reise versuchen.

Vielleicht heißt diese Seite aber auch so, weil sie mein Versuch ist, von meinen Reisen zu erzählen, Dich an ihnen teilhaben zu lassen.

Vielleicht ist der Hintergrund dieses Namens aber auch ein ganz anderer, und irgendwo hier auf REISEVERSUCH.DE befindet sich die Geschichte dazu.

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen, Deine Meinung bitte:
Das Internet ist voll von Reiseblogs und Reiseberichten - braucht es da mit REISEVERSUCH.DE eine weitere solche Seite?


Ja

Nein
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