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Sonnenaufgang über dem Salz

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Der Salar de Uyuni ist die größte Salzwüste der Welt. Man kann sich das vorstellen wie einen riesengroßen See, etwa zwanzig mal so groß wie der Bodensee, nur mit Salz statt Wasser.

Noch vor Sonnenaufgang erreichen wir eine kleine Insel, die aus einem Berg besteht, der mit unzähligen Kakteen bewachsen ist. Und auf diesen Berg gehen wir jetzt hinauf, um von dort oben den Sonnenaufgang über der Salzwüste betrachten zu können.

Oben angekommen sind wir natürlich nicht alleine. Sonnenaufganggucken auf der Kakteeninsel scheint die Attraktion schlechthin hier zu sein. Trotzdem, sehr schön.

Irgendwie sieht das alles aus wie am Meer. Sogar ein paar Boote gibt es auf diesem Meer. Bei genauerem Hinsehen entpuppen diese sich allerdings als Jeeps.

Wie verbringen noch etwas Zeit auf dieser Kakteeninsel und beobachten, wie der Vulkan an der einen Uferseite immer mehr von der Sonne angeleuchtet wird. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Kurz bevor wir erfroren sind, gehen wir hinunter zu unserem Jeep, wo unser Fahrer, ein Bolivianer mit dem Namen Franz, bereits ein Frühstück für uns vorbereitet hat.

Fotoshooting

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg quer durch die Salzwüste, an eine Stelle, an der es nichts gibt außer das Weiß des Salzes.

Eine Person stellt sich ein Stück hinter die andere, von unten richtet man den Fotoapparat darauf, und schon entstehen perspektivisch recht interessante Ergebnisse.

Das klappt auch ganz wunderbar mit Objekten.

Erstaunlich, wie viel Zeit man mit so einem Blödsinn verbringen kann.

Das Salzhotel

Auf dem Weg aus der Salzwüste heraus kommen wir an dem ersten aus Salz gebauten Hotel vorbei. Das aber mittlerweile nicht mehr in Betrieb ist, da Hotels innerhalb der Salzwüste verboten wurden, weil sie die Wüste kontaminieren. So ganz habe ich das aber nicht verstanden, schließlich müsste man ja nur die Abwässer aus der Wüste herausleiten, aber andererseits ist es natürlich gut, dass hier nicht alles mit Hotels vollgebaut wird.

Das Ufer

Kurz vor dem Ufer, falls das hier überhaupt so heißt, sind zahlreiche Salzhügel aufgehäuft, für den späteren Abtransport. Davon packe ich mir ein wenig Salz ein. Sollte ich das Salz nun tatsächlich die nächsten zwei Monate in meinem Rucksack mit mir herumschleppen, hätten wir original Salzwüstensalz zu Hause in unserer Küche.

An einer anderen Stelle auf dem Weg gibt es kleine Pfützen, in denen Wasser nach oben sprudelt. Das Wasser stammt von Wasseradern, die unter und zwischen dem Salz verlaufen, und tritt hier aufgrund des Drucks heraus. Was es hier nicht alles gibt.

Und dann, wir haben mittlerweile das Ufer erreicht, kommt das, was bei keiner organisierten Tour fehlen darf: Die Gelegenheit zum Einkaufen. Unter dem Vorwand, dass hier gezeigt wird, wie Salz hergestellt wird, reihen sich Verkaufsbuden an Verkaufsbuden. Unsere italienischen Rentner sind glücklich.

Die Fata Morgana

Wir fahren nun nach Uyuni, dem Zielort unserer Tour. Die Landstraße führt an der Salzwüste entlang, und wenn man auf diese Salzwüste schaut, könnte man meinen, da schwimmen Salzhügel auf dem Wasser. Dabei gibt es dort gar kein Wasser.

Land:Bolivien
Ort:Uyuni
Reisedatum:04.12.2018
Autor:Manuel Sterk
Veröffentlicht:06.12.2018
Leser bisher:35

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