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24 Fotos
Peru
Huacachina

Wintersport in der Wüste

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Es ist Mitte Januar, also der richtige Zeitpunkt zum Snowboarden. Allerdings gibt es hier keinen Schnee. Dafür aber Unmengen an Sand.

Es ist ein mühsamer Weg hier hoch, aber wenn man es geschafft hat, wird man mit einem unvergesslichen Ausblick über die Dünenlandschaft belohnt.

Und mitten in diesen Dünen befindet sich die Oase Huacachina mit ihrer Lagune und den grünen Palmen darum herum.

Wie aus dem Bilderbuch.
Zumindest könnte es das sein. Aber es wurde alles unternommen, damit diese Oase nicht allzu idyllisch wirkt. Rund um die Lagune befinden sich Gebäude, die aussehen, als würde auf der einen Seite noch gebaut, während die andere Seite bereits verfällt. Man hat sich beim Bau angestrengt, möglichst nur Beton und keine natürlichen Baumaterialien zu verwenden.
Und einige riesige Hotelkomplexe gibt es hier. Eines davon sehen wir uns an. Die Zimmer liegen alle um einen Pool herum, und an diesem Pool läuft laute Musik. Bis wann denn die Musik hier so laut sein werde, fragen wir. Bis drei oder vier Uhr morgens, bekommen wir als Antwort. Nun gut, dann wollen wir hier vielleicht doch kein Zimmer.

Und dann, ein Stück über der Lagune, bereits in den Dünen, befindet sich ein riesiger Parkplatz mit Sandbuggys, mit denen die Touristen durch die Dünen gefahren werden. Diese Dinger machen ein derartigen Lärm, das man mitunter vor lauter Geratter, das von überall aus den Dünen heraus dringt, sein eigenes Wort nicht versteht.

Aber wenn man das alles ausblendet, dann ist es ein wahrlich traumhafter Ort.

Sandboarden

Die Düne direkt bei unserer Unterkunft sieht aus wie der Anfängerhügel in einem Skigebiet. Unzählige Leute gehen mit Brettern unter dem Arm mühsam ein paar Meter den Berg hinauf, um anschließend zu versuchen, damit irgendwie wieder hinunterzukommen.

Ich leihe mir eine Snowboard-Ausrüstung aus. Und dazu bekomme ich eine Kerze in die Hand gedrückt. Die hat nämlich eine entscheidende Bedeutung bei dem Spaß hier.

Nun gehe ich damit gefühlte hundert Kilometer die Dünen hinauf. Denn leider gibt es hier keine Skilifte.

Und dann geht es los.

Vorher kommt aber die Kerze zum Einsatz: Vor jeder Abfahrt muss ich damit mein Board wachsen, ansonsten bleibe ich stecken.

Irgendwie fährt es sich auf Sand deutlich anders als auf Schnee. Damit das hier wirklich so klappt, wie ich es mir vorstelle, müsste ich wohl noch ein paar Tage hier ich den Dünen bleiben und trainieren. Skiurlaub in der Wüste also.

Ein letztes Mal mache ich mich auf den Weg bis an die Spitze einer Düne. Um von dort den Sonnenuntergang zu betrachten.

Schade, dass ich zwar das Snowboard, aber weder Fotoapparat noch Handy dabei habe, denn der Sonnenuntergang in dieser Dünenwüste ist wirklich etwas ganz Besonderes. Wie sich die Dünen und ihre Schatten einfärben, das ergibt einen unglaublichen Effekt.

Und dann geht es ein letztes Mal hinunteeeeeeer.

Land:Peru
Ort:Huacachina
Reisedatum:21.01.2019 - 24.01.2019
Autor:Manuel Sterk
Veröffentlicht:25.01.2019
Leser bisher:48

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Ingrid Bettels
Wunderschön,trotz Betonbauten.
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